Grading verstehen: PSA vs. BGS vs. CGC

Was die Note auf dem Etikett aussagt, worin sich die drei großen Prüfstellen unterscheiden und was ein Slab leistet – kurz erklärt.

Dieser Ratgeber beschreibt die Notenskalen der Prüfstellen in ihren Grundzügen. Verbindlich sind die Regeln der jeweiligen Prüfstelle.

Auf einen Blick

PSA (Professional Sports Authenticator): Skala: 1 bis 10 · Halbe Noten: von 1,5 bis 8,5 – keine 9,5 · Die 10: Gem Mint 10 · Besonderheit: Eine Gesamtnote, keine Unternoten

BGS (Beckett Grading Services): Skala: 1 bis 10 · Halbe Noten: ja, die 9,5 heißt Gem Mint · Die 10: Pristine 10; mit vier Zehnern in den Unternoten: Black Label · Besonderheit: Vier Unternoten: Zentrierung, Ecken, Kanten, Oberfläche

CGC (Certified Guaranty Company): Skala: 1 bis 10 · Halbe Noten: ja, zum Beispiel 9,5 · Die 10: Gem Mint 10, Pristine 10 oder Perfect 10 · Besonderheit: Die Stufe der 10 steht ausgeschrieben auf dem Etikett

Was beim Grading passiert

Beim Grading geht eine Karte an eine Prüfstelle, einen sogenannten Grader. Dort wird sie auf Echtheit und Zustand begutachtet, bekommt eine Note und wird in ein verschlossenes Kunststoffgehäuse eingesetzt – den Slab.

Im Slab steckt ein Etikett mit der Karte, der Note und einer Zertifikatsnummer. Diese Angaben gehören zusammen: Die Note gilt für genau diese Karte in genau diesem Gehäuse.

Die Skala von 1 bis 10

PSA, BGS und CGC benoten auf einer Skala von 1 bis 10. Die 10 ist die Bestnote.

Beurteilt wird, was man an der Karte sieht: wie mittig das Motiv sitzt (Zentrierung), wie scharf die Ecken sind, wie sauber die Kanten und wie unversehrt die Oberfläche ist.

Jede Prüfstelle hat eigene Maßstäbe und eigene Bezeichnungen. Eine PSA 9 und eine BGS 9 lassen sich deshalb nicht eins zu eins gleichsetzen.

Halbe Noten

Zwischen den ganzen Noten gibt es halbe Schritte – aber nicht bei allen drei Prüfstellen gleich:

PSA vergibt halbe Noten von 1,5 bis 8,5. Eine PSA 9,5 gibt es nicht: Nach der 9 kommt die 10.

BGS vergibt halbe Noten bis in die Spitze. Die 9,5 heißt dort Gem Mint.

CGC vergibt ebenfalls halbe Noten, zum Beispiel die 9,5.

BGS: vier Unternoten und das Black Label

Typisch für Beckett sind vier Unternoten, die neben der Gesamtnote auf dem Etikett stehen: Zentrierung, Ecken, Kanten und Oberfläche. Daran sieht man, wo eine Karte Punkte verloren hat.

Eine BGS 10 heißt Pristine. Stehen alle vier Unternoten auf 10, bekommt die Karte das schwarze Etikett – das Black Label. Eine BGS 10 ist also nicht automatisch ein Black Label.

CGC: nicht jede 10 ist gleich

CGC unterscheidet bei der Höchstnote mehrere Stufen, die ausgeschrieben auf dem Etikett stehen: Gem Mint 10, Pristine 10 und Perfect 10.

Wer zwei CGC 10 vergleicht, achtet deshalb auf die Bezeichnung, nicht nur auf die Zahl.

Die Zertifikatsnummer

Jedes Etikett trägt eine Zertifikatsnummer. Unter ihr ist die Bewertung bei der Prüfstelle registriert.

Die Nummer lässt sich auf der Website der jeweiligen Prüfstelle nachschlagen. Dort steht, welche Karte mit welcher Note unter der Nummer geführt wird – das lässt sich mit dem Slab in der Hand vergleichen.

Bei unseren Graded Cards steht die Zertifikatsnummer auf der Produktseite, sobald sie bei uns gepflegt ist. Bei PSA führt ein Link direkt auf die Prüfseite zu dieser Nummer.

Was ein Slab schützt – und was nicht

Er schützt die Karte vor Fingerabdrücken, Staub und Knicken beim Anfassen.

Er schützt nicht sich selbst: Das Gehäuse kann verkratzen und bei einem Sturz springen.

Die Note gilt nur im verschlossenen Slab. Wird er geöffnet, ist die Karte wieder eine lose Karte ohne Note.

Kanten und Ecken des Gehäuses schützen Slab Guards: Rahmen, die den Slab umschließen.

Graded oder raw: Note statt Zustand

Eine Karte ohne Slab heißt raw. Für sie gilt bei uns die Zustandsskala von Near Mint bis Damaged.

Bei einer Graded Card steht auf der Produktseite stattdessen die Note der Prüfstelle. Die Note ist das Urteil der Prüfstelle, der Zustand unsere Einschätzung einer losen Karte – beides nebeneinander würde zwei Systeme vermischen.

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